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Exceptional Watches
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Rolex · seit 1963
Gebaut für Rennfahrer, anfangs eher ein Ladenhüter, heute heiss begehrt: Der Chronograph mit der Tachymeter-Lünette zählt zu den bekanntesten Rennsportuhren.

1963 stellte Rolex einen Chronographen mit der Referenz (Modellnummer) 6239 vor. Ein Chronograph ist eine Uhr mit Stoppfunktion; zwei Drücker neben der Krone starten und stoppen die Zeitmessung. Die Tachymeter-Skala, mit der man aus einer gestoppten Zeit die Durchschnittsgeschwindigkeit abliest, stand bei diesem Modell nicht mehr auf dem Zifferblatt, sondern auf der Lünette, dem Ring um das Glas. Das gleiche Prinzip nutzt auch die Speedmaster.
Der Name «Daytona» verweist auf die Stadt in Florida, die für Geschwindigkeitsrekorde am Strand und später für Autorennen bekannt ist. Auf dem Zifferblatt stand er zunächst noch nicht; die Aufschrift kam 1964 dazu.
Das erste Modell hatte ein rundes Gehäuse von rund 37 Millimetern und ein von Hand aufgezogenes Werk der Firma Valjoux. 1965 kamen Krone und Drücker zum Einschrauben dazu (Referenz 6240), damit die Uhr auch beim Stoppen wasserdicht blieb.
Die frühen Daytonas verkauften sich schlecht; bis in die 1980er-Jahre galten viele Modelle als Ladenhüter. Das änderte sich 1988: Rolex baute die Daytona nun mit Selbstaufzug, als Basis diente das Chronographenwerk El Primero der Firma Zenith, das Rolex stark überarbeitete. Das Gehäuse wuchs auf 40 Millimeter, das Glas bestand jetzt aus Saphir (sehr kratzfestem Kristall). Mit dieser Generation wurde die Daytona deutlich gefragter.
2000 folgte ein eigenes Rolex-Werk, das Kaliber (der Werktyp) 4130, mit rund 72 Stunden Gangreserve. Seither fertigt Rolex das Chronographenwerk selbst.

In den 1960er- und 1970er-Jahren baute Rolex neben den normalen auch Daytonas mit einem «exotischen» Zifferblatt, das sich in der Gestaltung der Hilfszifferblätter unterscheidet. Damals fanden sie wenig Käufer, heute sind sie besonders gesucht. Sie heissen «Paul Newman»-Zifferblätter, nach dem Schauspieler, der eine solche Uhr trug.
Am 26. Oktober 2017 versteigerte das Auktionshaus Phillips in New York eine Daytona (Referenz 6239) aus dem Besitz dieses Schauspielers für 17'752'500 US-Dollar einschliesslich Aufgeld, also rund 17,8 Millionen. Das war damals ein Rekord für eine Armbanduhr bei einer Auktion. Den bisherigen Rekord hatte im November 2016 eine Stahl-Patek Philippe Ref. 1518 mit 11,1 Millionen US-Dollar gehalten.
2011 erhielt die Daytona zum ersten Mal eine Lünette aus Keramik (bei Rolex «Cerachrom» genannt), zunächst bei einem Goldmodell. 2016 folgte die Stahlausführung mit schwarzer Keramiklünette (Referenz 116500LN). 2023 stellte Rolex die aktuelle Generation mit der Referenz 126500LN vor; sie hat ein überarbeitetes Werk, das Kaliber 4131.



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Stand: 26.10.2026