
Patek Philippe · 1932
Calatrava
Rund, flach, ohne Schnörkel: Die Calatrava zeigt, wie gut eine Uhr aussehen kann, wenn man alles Überflüssige weglässt.
Spitzenhäuser · seit 1839
Für viele Sammler das erste Haus der Schweizer Uhrmacherei: Patek Philippe baut seit 1839 in Genf Uhren – unabhängig, in Familienbesitz und berühmt für seine Komplikationen.

1839 gründeten zwei polnische Emigranten in Genf eine Uhrenfirma: Antoine Norbert de Patek und der Uhrmacher François Czapek. Sie hiess zunächst Patek, Czapek & Cie und fertigte Taschenuhren.

Der französische Uhrmacher Adrien Philippe hatte 1842 einen Mechanismus erfunden, mit dem man eine Uhr über die Krone aufziehen und stellen konnte – ohne den bis dahin üblichen kleinen Schlüssel. 1844 wurde er dafür in Paris mit einer Medaille ausgezeichnet. Patek holte ihn nach Genf: 1845 trat Philippe an Czapeks Stelle in die Firma ein, die nun Patek & Cie hiess. Ab 1851 trug sie beide Namen: Patek, Philippe & Cie.

In der Weltwirtschaftskrise geriet Patek Philippe in Schwierigkeiten. 1932 übernahmen die Brüder Charles und Jean Stern das Unternehmen; ihre Firma Cadrans Stern Frères hatte bis dahin Zifferblätter geliefert. Seither gehört Patek Philippe der Familie Stern und keinem Konzern. Seit 2009 führt Thierry Stern das Haus als Präsident.
Patek Philippe ist vor allem für komplizierte Uhren bekannt: ewige Kalender, Minutenrepetitionen, Weltzeituhren. Berühmt ist die Henry Graves Supercomplication: eine goldene Taschenuhr mit 24 Komplikationen, darunter eine Himmelskarte des New Yorker Nachthimmels, die der Bankier Henry Graves Jr. 1925 bestellte und Anfang 1933 erhielt. Bei Sotheby's in Genf erzielte sie 2014 rund 23,2 Millionen Franken.
Zum 150-jährigen Bestehen stellte die Firma 1989 das Kaliber 89 vor, eine Taschenuhr mit 33 Komplikationen.

Seit 2009 prüft Patek Philippe seine Uhren nach einem eigenen Qualitätssiegel, dem Patek-Philippe-Siegel, das schrittweise das Genfer Siegel ablöste. Seit 1996 entstehen die Uhren in der Manufaktur in Plan-les-Ouates bei Genf. Das Patek Philippe Museum in Genf, eröffnet 2001, zeigt rund 2'500 Objekte aus mehreren Jahrhunderten.





Patek Philippe · 1932
Rund, flach, ohne Schnörkel: Die Calatrava zeigt, wie gut eine Uhr aussehen kann, wenn man alles Überflüssige weglässt.

Patek Philippe · 1976
Gross, sportlich und aus Stahl – und trotzdem als eine der teuersten Uhren der Welt beworben: Die Nautilus war 1976 ein Wagnis und ist heute eine der begehrtesten Sammleruhren.
1932 · Dresswatch (elegante, flache Uhr zum Anzug)
Rund, schlicht und mit wenigen Anzeigen: die klassische Anzugsuhr des Hauses. Die erste Calatrava war 1932 die Referenz 96; das Calatrava-Kreuz ist seit 1887 das Markenzeichen von Patek Philippe.
1976 · Luxus-Sportuhr aus Stahl
Stahl-Sportuhr mit abgerundet-achteckiger Lünette in der Art eines Schiffsbullauges und integriertem Armband, gestaltet von Gérald Genta zusammen mit Patek Philippe. 2018 erschien die erste Nautilus mit ewigem Kalender.
1997 · Sportlich-elegante Armbanduhr
Die jüngere, sportlichere Verwandte der Nautilus: Die Lünette ist ein abgerundetes Achteck, Zifferblatt und Armband tragen ein geprägtes Karomuster. Das Armband besteht aus einem Verbundstoff, der laut Marke Salzwasser und UV-Licht widersteht.
1968 · Dresswatch (elegante Anzugsuhr) mit ovalem Gehäuse
Ein elliptisches Gehäuse «zwischen Kreis und Rechteck», dessen Proportionen laut Patek Philippe dem Goldenen Schnitt folgen, einem Verhältnis, das seit der Antike als harmonisch gilt. 1968 war die Form ein bewusster Bruch mit dem Üblichen.
1939 · Weltzeituhr (Komplikation)
Die Weltzeituhr zeigt gleichzeitig die Zeit in 24 Städten und damit in allen Zeitzonen der Erde. Die erste Referenz, die 1415, erschien 1939; die Komplikation (Zusatzfunktion jenseits der Zeitanzeige) hatte 1931 der Uhrmacher Louis Cottier erfunden.
1941 · Grande Complication (Chronograph mit ewigem Kalender)
Stoppuhr-Funktion plus ein ewiger Kalender, der Monatslängen und Schaltjahre selbst berücksichtigt und bis 2100 keine Korrektur braucht. Die Referenz 1518 von 1941 war laut Marke die erste serienmässig gebaute; die heutige Nachfolgerin ist die 5270 (seit 2011).
1996 · Kalenderkomplikation
Eine Kalenderfunktion, die Patek Philippe 1996 patentieren liess; die erste Referenz war die 5035. Die Referenz 5250 trug laut Marke das erste Hemmungsrad aus Silizium.
2001 · Grande Complication mit zwei Zifferblättern
Eine Armbanduhr mit zwei Zifferblättern und zwölf Komplikationen, darunter astronomische Anzeigen mit Himmelskarte und Mondphasen sowie ein Tourbillon (ein drehender Käfig, der Lagefehler ausgleichen soll). Die erste Referenz 5002 erschien 2001.
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Stand: 25.10.2026