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Uhrenatlas

Omega · seit 1957

Speedmaster

Gebaut für Rennfahrer, berühmt geworden auf dem Mond: Der Chronograph mit der Tachymeter-Lünette ist eine der bekanntesten Uhren der Welt.

Marke
Omega
Erschienen
1957 (Referenz CK 2915, Kaliber 321)
Art
Chronograph (Stoppuhr-Funktion) mit Tachymeter-Skala
Aufzug
Handaufzug
Durchmesser
42 mm (heutige Moonwatch; 1957: 38,6 mm)
Gangreserve
rund 50 Stunden (heutiges Kaliber 3861)
Spitzname
«Moonwatch»
Omega Speedmaster Professional mit schwarzem Zifferblatt, Hilfszifferblättern und Tachymeter-Lünette
Omega Speedmaster Professional, Zifferblatt in Nahaufnahme · Bild: Daniel Zimmermann from Bayern, Deutschland (Germany), CC BY 2.0

Ein Chronograph für den Rennsport

Als Omega die Speedmaster 1957 vorstellte, dachte noch niemand an den Weltraum. Die Uhr war für Sport und Motorsport gedacht: Mit dem Chronographen lassen sich Zeiten stoppen, und die Tachymeter-Skala auf der Lünette – dem Ring um das Glas – zeigt nach einer gestoppten Strecke direkt die Durchschnittsgeschwindigkeit an. Laut Omega war die Speedmaster der erste Chronograph mit dieser Skala auf der Lünette statt auf dem Zifferblatt.

Im Inneren arbeitete das Handaufzugs-Kaliber 321, ein Chronographenwerk mit Schaltrad. Gut ablesbare Zeiger, drei Hilfszifferblätter und ein robustes Gehäuse machten die Speedmaster zu einem echten Werkzeug.

Von der NASA geprüft

Anfang der 1960er-Jahre suchte die NASA eine Uhr für ihre Astronauten. Chronographen mehrerer Marken mussten harte Tests bestehen: tagelange Hitze, Kälte, Vakuum, hohe Luftfeuchtigkeit, Schläge, Beschleunigung, Vibration und Lärm. Am 1. März 1965 erklärte die NASA die Speedmaster für alle bemannten Missionen tauglich – laut Omega hatte als einzige Uhr nur sie alle Prüfungen bestanden.

21. Juli 1969: Auf dem Mond

Bei der ersten Mondlandung trug Buzz Aldrin seine Speedmaster auf der Mondoberfläche. Neil Armstrong liess seine Uhr nach den meisten Darstellungen in der Mondfähre zurück – als Reserve, weil dort ein elektronischer Zeitmesser ausgefallen war. Seither heisst die Speedmaster «Moonwatch».

Im April 1970 musste die Besatzung von Apollo 13 nach einer Explosion an Bord fast alle Systeme abschalten. Ein 14 Sekunden langes Triebwerksmanöver zur Kurskorrektur flog sie von Hand und beendete es auf das Zeichen einer Uhr – laut Omega einer Speedmaster. Omega erhielt dafür von der NASA die Auszeichnung «Silver Snoopy».

Bis heute fast unverändert

Das Aussehen der Moonwatch hat sich seit den 1960er-Jahren kaum verändert. Im Inneren wechselte Omega das Werk mehrmals: auf das Kaliber 861 (1968), später auf das 1861 und 2021 auf das Kaliber 3861 mit Co-Axial-Hemmung, das als «Master Chronometer» geprüft ist. Geblieben ist der Handaufzug – wie auf dem Mond.

Gut zu wissen

  • Laut Omega war die Speedmaster bei allen sechs Mondlandungen der Apollo-Missionen dabei.
  • Die Tachymeter-Skala rechnet Zeit in Geschwindigkeit um: Wer für einen Kilometer 30 Sekunden braucht, fährt im Schnitt 120 km/h.
  • Die heutige Moonwatch wird von Hand aufgezogen und läuft danach rund 50 Stunden.

Weitere Bilder der Speedmaster

Frontale Nahaufnahme einer Omega Speedmaster Professional mit schwarzem Zifferblatt, Tachymeter-Lünette und Stahlband auf weissem Hintergrund.
Omega Speedmaster Professional, Referenz 145.012-67, vor der Mondlandung · Bild: Shane Lin, CC BY-SA 2.0
Schwarz-weiss gehaltene Omega Speedmaster Professional mit Stahlband, schräg liegend auf einer Buchseite mit Zeitangaben vom 21. Juli 1969.
Omega Speedmaster 145.012-67 auf einem Einsatzprotokoll der Mondlandung (Buchseite) · Bild: Shane Lin, CC BY-SA 2.0
Omega Speedmaster Professional mit weissem Zifferblatt, schwarzer Tachymeterlünette und Stahlband vor schwarzem Hintergrund
Omega Speedmaster Professional mit weissem Zifferblatt · Bild: Ian Gabaraev (Pexels), Pexels-Lizenz

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