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Uhrenatlas

Vacheron Constantin · seit 1996

Overseas

Vacheron Constantin beschreibt die Overseas als «Einladung zum Reisen»: eine elegante Sportuhr aus Stahl, deren Lünette und Armband das Malteserkreuz des Hauses nachzeichnen und deren Bänder sich ohne Werkzeug wechseln lassen.

Marke
Vacheron Constantin
Erschienen
1996 (Vorgängerin: Referenz 222 von 1977)
Gestaltet von
Dino Modolo und Vincent Kaufmann (erste Generation)
Art
Luxus-Sportuhr mit integriertem Armband; Lünette und Armbandglieder zeichnen das Malteserkreuz nach
Ausführung 2016
41 mm, 11 mm hoch, 150 m wasserdicht, Kaliber 5100 mit rund 60 Stunden Gangreserve
Besonderheit
Stahl-, Leder- und Kautschukband lassen sich ohne Werkzeug wechseln
Vacheron Constantin Overseas aus Stahl mit blauem Zifferblatt, Datum bei 3 Uhr und blauem Lederband auf weissem Marmor
Vacheron Constantin Overseas mit blauem Zifferblatt · Bild: Haim Charbit (Pexels), Pexels-Lizenz

Die Vorgängerin: Referenz 222

Wie die Royal Oak und die Nautilus entstand auch die Vorgängerin der Overseas in der Quarzkrise: Zum 222. Geburtstag des Hauses (gegründet 1755) brachte Vacheron Constantin 1977 die Referenz 222 heraus. Sie hatte 34 oder 37 Millimeter, ein Automatikwerk und ein eingraviertes Malteserkreuz am Gehäuse. Entworfen hat sie Jörg Hysek – anders als manchmal angenommen nicht Gérald Genta. Gebaut wurde sie bis 1985.

Die erste Overseas: eine Einladung zum Reisen

1996, im Jahr der Übernahme durch Richemont, erschien die erste Overseas. Das Haus nennt sie die würdige Nachfolgerin der legendären 222 und beschreibt sie als Einladung zum Reisen. Ihr Markenzeichen ist die Lünette, die mit Schrauben auf dem flachen Gehäuse sitzt.

Die Uhr von 1996 hatte 37 Millimeter, eine gekerbte Lünette, die an das Malteserkreuz erinnern soll, ein Automatikwerk und war bis 150 Meter wasserdicht. Entworfen wurde sie von Dino Modolo und Vincent Kaufmann. 1999 folgte der erste Chronograph (eine Uhr mit Stoppfunktion).

Malteserkreuz und Wechselarmband

Das Malteserkreuz ist seit 1880 als Marke des Hauses eingetragen. Bei der zweiten Generation von 2004 wurde es zum Gestaltungsprinzip: Die Lünette und die Glieder des integrierten Armbands zeichnen seine Form nach, die Glieder als halbe Kreuze. Das Gehäuse wuchs auf rund 42 Millimeter.

Die dritte Generation, vorgestellt 2016, brachte ein Wechselsystem: Zu vielen Uhren gehört ein Set aus Stahlarmband sowie Leder- und Kautschukband, die sich ohne Werkzeug tauschen lassen. Kleine Drücker an den Bandanstössen lösen das Band. Zugleich setzte das Haus nur noch eigene Werke ein, etwa das Kaliber 5100 der Ausführung mit 41 Millimetern.

30 Jahre und ein ewiger Kalender

2026 wird die Overseas 30 Jahre alt. Zum Jubiläum zeigte Vacheron Constantin im September unter anderem eine Overseas mit ewigem Kalender, einem Kalender, der Monatslängen und Schaltjahre selbst berücksichtigt. Das Weissgoldgehäuse misst 41,5 Millimeter im Durchmesser und nur 8,1 Millimeter in der Höhe; das Werk, Kaliber 1120 QP/1, ist gerade 4,05 Millimeter dick.

Gut zu wissen

  • Die Referenz 222 heisst so, weil Vacheron Constantin 1977 sein 222-jähriges Bestehen feierte (Gründung 1755).
  • Die Overseas wird oft zusammen mit der Royal Oak und der Nautilus genannt, wurde aber nicht von Gérald Genta gezeichnet.
  • Das Malteserkreuz ist das Wahrzeichen des Hauses: Es erscheint auf Zifferblättern, Gehäusen und Armbändern.

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