Für Sammler
Oyster Perpetual Submariner
Nicholas Foulkes · 2024 · Englisch · 260 Seiten
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Rolex · seit 1953
Für Taucher gebaut, von Filmhelden und Sammlern geliebt: Die Submariner mit der drehbaren Lünette gilt als Urbild der modernen Taucheruhr.

Die Grundlagen lagen bereit: das wasserdichte Oyster-Gehäuse von 1926 und der Rotor-Selbstaufzug von 1931, bei dem ein Schwunggewicht die Uhr durch Armbewegungen aufzieht. Als Vater der Idee gilt René-Paul Jeanneret, ein Rolex-Direktor und begeisterter Sporttaucher, der mit dem Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau befreundet war. Er wünschte sich eine wasserdichte Sportuhr, die sich zugleich im Alltag tragen lässt.
1953 gingen die ersten Uhren in Produktion, 1954 zeigte Rolex die Submariner an der Uhrenmesse in Basel. Die erste Referenz (so nennt man die Modellnummer), die 6204, hatte ein Gehäuse von 37 Millimetern, eine schwarze Lünette und eine kleine Krone ohne Schutz. Laut Rolex war sie die erste Taucheruhr, die bis 100 Meter wasserdicht war. Im selben Jahr brachte Blancpain die Fifty Fathoms heraus; beide Uhren gelten als Wegbereiter der modernen Taucheruhr.
Auch eine Tiefsee-Prüfung fällt in diese Zeit: Im September 1953 tauchte das Bathyscaph von Auguste Piccard, ein Tiefsee-Tauchboot, mehr als 3'000 Meter tief. An seiner Aussenseite hing eine eigens gebaute Rolex, die den Tauchgang überstand.
Das auffälligste Merkmal ist die Lünette, der drehbare Ring um das Glas. Vor dem Tauchgang stellt der Taucher die Markierung auf den Minutenzeiger und liest später ab, wie lange er schon unten ist. Heute dreht sich der Ring nur gegen den Uhrzeigersinn: Verstellt er sich versehentlich, zeigt er höchstens eine zu lange Tauchzeit an, und das ist die sichere Seite.
Die Krone wird ins Gehäuse eingeschraubt, damit kein Wasser eindringt. Seit Ende der 1950er-Jahre schützen seitliche «Schultern» die Krone vor Stössen. Die heutige Triplock-Krone dichtet mit drei Dichtungen ab; drei Punkte unter dem Kronenzeichen verraten sie.
In den 1960er-Jahren kam die Submariner auch mit Datum: ein Fenster bei 3 Uhr, darüber eine kleine Lupe, die die Zahl vergrössert. Diese «Cyclops»-Lupe hatte Rolex zuerst bei der Datejust eingeführt.
Ab 2008 erhielten die ersten Submariner-Modelle eine Lünette aus Keramik (bei Rolex «Cerachrom» genannt), 2010 folgten die Stahlmodelle. Das Material gilt als besonders kratzfest. 2020 wuchs das Gehäuse auf 41 Millimeter. Im Inneren arbeitet je nach Modell das Kaliber (der Werktyp) 3230 (ohne Datum) oder 3235 (mit Datum); beide laufen rund 70 Stunden nach dem Aufziehen. Laut Rolex ist die Uhr heute bis 300 Meter wasserdicht.

Weit über die Tauchwelt hinaus bekannt wurde die Submariner im Kino: Sean Connery trug als James Bond in den frühen Filmen eine. Auch das Militär setzte sie ein; die britische Royal Navy bestellte 1971 eine eigene Ausführung.
Die Schwestermarke Tudor baute ebenfalls eine Submariner. Sie wurde bei mehreren Marinen ausgegeben, unter anderem bei der französischen.



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Stand: 26.10.2026