In mehreren Uhrenregionen der Schweiz bieten Ateliers Kurse für Laien an, bei denen man unter Anleitung von Uhrmacherinnen und Uhrmachern selbst an einem mechanischen Uhrwerk arbeitet. Vorkenntnisse sind nicht nötig; Werkzeug, Arbeitskittel und Lupe werden gestellt.
Grob gibt es zwei Arten von Kursen: Einführungen von zwei bis drei Stunden, in denen man ein Werk zerlegt und wieder zusammensetzt, ohne eine Uhr mitzunehmen, und längere Kurse, in denen man eine eigene Uhr montiert und behält. Die Preise unterscheiden sich entsprechend stark. Alle Angaben stammen von den Seiten der Anbieter oder von Buchungsplattformen und können sich ändern.
Nach einer Einführung in die Uhrenindustrie montiert man Schritt für Schritt ein Handaufzugswerk ETA 6497-1. Keine Uhr zum Mitnehmen, dafür ein Teilnahmezertifikat.
Nach einer Einführung in Geschichte und Technik zerlegt man ein mechanisches Uhrwerk (Handaufzug oder Automatik) und setzt es wieder zusammen. Eine Uhr zum Mitnehmen ist nicht enthalten, dafür ein Zertifikat.
Am Vormittag zerlegt und montiert man ein Werk, am Nachmittag baut man die eigene Uhr fertig, schalt sie ein und prüft sie. Mittagessen mit dem Uhrmacher inbegriffen.
Dauer
1 Tag
Preis
ab CHF 2’990 pro Person, mit Handaufzug; mit Automatikwerk CHF 3490, laut Anbieter
Man wählt vorab Zifferblatt, Gehäuse, Zeiger und Armband, lernt den Umgang mit dem Werkzeug und montiert die eigene mechanische Uhr, die man am Handgelenk mitnimmt.
Dauer
4 Stunden
Preis
ab CHF 915 pro Person, laut Buchungsseite von Tourisme neuchâtelois; Mindestalter 16 Jahre
In der Manufaktur führen eine Kursleiterin oder ein Kursleiter und eine Fachperson aus der Produktion durch ein Thema der Uhrmacherei, mit praktischem Teil. Höchstens 8 Teilnehmende, keine Vorkenntnisse nötig.
Dauer
3 Stunden
Preis
Preis und Termine auf der Buchungsseite von Jaeger-LeCoultre
Im Atelier an der Rämistrasse zerlegt man mit einem Uhrmacher ein offenes Unitas-Taschenuhrwerk und lernt, wie Kraft und Bewegung im Werk weitergegeben werden.
Dauer
rund 2 Stunden
Preis
ab CHF 250 pro Person, 2 bis 10 Personen; Gruppen ab 10 Personen CHF 200 pro Person, laut Anbieter
Zuerst klären, ob man am Ende eine eigene Uhr mitnimmt: Kurzkurse ohne Uhr kosten meist 250 bis 350 Franken, Kurse mit eigener Uhr ab rund 900 Franken.
Kurssprache vorher prüfen: Im Jura werden viele Kurse nur auf Französisch gegeben, Deutsch oft nur mit Übersetzung gegen Aufpreis.
Fast alle Ateliers arbeiten nur auf Voranmeldung und mit kleinen Gruppen; Termine früh reservieren.
Mindestalter beachten: je nach Anbieter zwischen 10 und 16 Jahren.
Ein Kurs lässt sich gut mit einem Museumsbesuch verbinden, etwa mit den Uhrenmuseen in Le Locle und La Chaux-de-Fonds oder mit dem Espace Horloger im Vallée de Joux.
Angaben laut den Anbietern, Stand 26.10.2026. Preise und Termine können sich ändern; massgebend ist die Seite des Anbieters. Die Reihenfolge richtet sich nach dem Ort.
Die Augenlupe der Uhrmacher, vom Werkzeughersteller Bergeon aus Le Locle. Damit siehst du Zifferblatt-Details, Punzen und Gravuren genau an – und durch einen Glasboden das Uhrwerk. Hilfreich auch, wenn man eine Uhr auf Fälschungsmerkmale prüft.
Einfaches Set mit Werkzeugen für Bandwechsel, Bandkürzen und Batteriewechsel (laut Hersteller). Gut zum Üben an Alltagsuhren. Wichtig: Wasserdichte Luxusuhren nicht selbst öffnen – Dichtungen, Batteriewechsel und Revision gehören zum Uhrmacher.
Misst, wie viele Sekunden eine mechanische Uhr pro Tag vor- oder nachgeht, dazu Amplitude und Abfallfehler – dieselben Werte, die Uhrmacher bei einer Revision prüfen. Für Hobby-Uhrmacher und alle, die ihre Uhr genau kennen wollen.
Die Zubehör-Links führen zu Amazon und sind Werbelinks: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen; für dich ändert sich der Preis nicht. Keine Preise: Die siehst du bei Amazon.